Suche
nach Kursen
 Aktien
 Fonds
 Zertifikate
 Optionsscheine
 Optionen & Futures
nach Artikeln
alle Artikel
nur Analysen
nur News
als Quelle
 
WKN/ISIN/Symbol/Name

Login Depot + Forum
 
Passwort vergessen?


   
Aktuelle Kursinformationen ()
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
-   -   0 0 % /
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
-   -  
 
 
 

Comdirect Underperform


30.11.2002
Independ. Financial Analyst

Die Analysten von "Independent Financial Analyst" stufen die Aktie von Comdirect Bank (WKN 542800) mit Underperform ein

Bedingt durch hohe Restruktuierungsaufwendungen in Höhe von knapp 32 Mio. Euro sei die Comdirect Bank im dritten Quartal des laufenden Jahres erneut in die Verlustzone gerutscht. Nach einem geringen Nachsteuergewinn von 2,1 Mio. Euro im Vorquartal habe der Online Broker in der abgelaufenen Periode einen Verlust von 20,2 Mio. Euro ausweisen müssen. Unter Herausrechnung der Sonderaufwendungen habe das Ergebnis aus der Gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1,8 Mio. Euro, nach 2,2 Mio. Euro im 2. Quartal bzw. -12,9 Mio. Euro im Vorjahresquartal betragen. Auf das Jahr hochgerechnet ergebe sich ein operativer Gewinn von 4,3 Mio. Euro, nach einem Minus von 59,3 Mio. Euro in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres.

Dieser Gewinn sei in erster Line durch ein drastisches Kostensenkungsprogramm zustande gekommen. Im Vergleich zum Vorjahr habe die Commerzbank-Tochter den Verwaltungsaufwand von 176,2 Mio. Euro auf nunmehr 105,6 Mio. Euro drücken können. Nachdem bei den administrativen Aufwendungen im Vergleich zum Vorquartal kaum noch Fortschritte zu verzeichnen gewesen seien, solle der Aufwand trotz höherer Marketing-Aufwendungen im laufenden Quartal nochmals im etwa 3 Mio. Euro gesenkt werden, so dass die für 2002 angepeilte Zielmarke von 135 Mio. Euro erreicht werden könne.

Mit Blick auf das Kostensenkungsprogramm "com one" solle der Kostenblock ausgehend von 2001 bis 2004 um insgesamt 44 Mio. Euro auf 116 Mio. Euro zurückgeführt werden. Die deutlichsten Einschnitte sollten bei den administrativen Aufwendungen (-30%) und bei den Personalkosten (-28%) erfolgen. Falls die Comdirect dieses Vorhaben umsetzen sollte, hätte sich die Mitarbeiterzahl im Vergleich zu 2000 mehr als halbiert.


Die Gesamtkundenzahl sei im dritten Quartal im Vergleich zum 2. Quartal um 3.409 auf 626.658 weiter zurück gegangen. Die Brokeragekunden seien mit 597.843 ebenfalls rückläufig gewesen. Im Vorjahr habe Comdirect noch auf 643.799 bzw. 608.982 Kunden zurückgreifen können.

Bei den Ergebniskomponenten, Zins- und Provisionsüberschuss, sei in den zurückliegenden Quartalen eine Stabilisierung auszumachen. Während der Zinsertrag nach Risikovorsorge im Vergleich zum Vorjahr nur um 0,6 Mio. Euro abweiche, liege der Provisionsüberschuss mit 19,1 Mio. Euro sowohl über dem Niveau des Vorjahres als auch des Vorquartals. Dagegen habe das Handelsergebnis gegen Null tendiert.

Anhand der vom Vorstand erwarteten Szenarien, wonach sich die Kundenbasis auf dem derzeitigen Niveaus stabilisieren und sich die Transaktionen pro Kunde im Jahresdurchschnitt unverändert bei 8,5 belaufen würden, werde bis 2004 ein Vorsteuergewinn von 50 Mio. Euro erwartet. Auf Grund der anvisierten Verbesserungen auf der operativen Ebene gehe der Vorstand von einer Eigenkapitalrendite von etwa 10% (2001: -7,9%) sowie einer Kosten-/Ertragsrelation von 70% (2001:129%) aus.

Zweifelsohne habe die Comdirect-Gruppe erhebliche Verbesserungen auf der Kostenseite erzielen können. Dies solle sich nach Einschätzungen des Managements bis 2004 unvermindert fortsetzen. Dennoch seien diese Fortschritte von einseitiger Natur, da durch die anhaltende Baisse an den Aktienmärkten keine grundlegende Verbesserungen bei den Ergebniskomponenten habe erzielt werden können. Zumal die ergebnisfördernde Wirkung der Kostenersparnisse zunehmend abnehme und das Kundenpotential der Gruppe angesichts der Entkonsolidierung der ausländischen Töchter zu stagnieren scheine. Des weiteren könnten sich die Ergebnisprognosen wegen geringeren Zinseinnahmen - bedingt durch höherer Kreditrückstellungen - als zu optimistisch erweisen.

Da anzunehmen sei, dass sich der Bärmarkt trotz einzelner Zwischenrallyes unverändert fortsetzten werde, könne das Geschäftsmodell nur durch eine größere Plattform, das bedeute in letzter Konsequenz eine Fusion mit der DAB Bank, langfristig rentabel gestaltet werden. Zusammen könnten beide Institute dann auf ein Kundenpotential von über 1 Mio. zurückgreifen und weitere Ersparnisse, insbesondere bei den IT-Ausgaben realisieren. Solange sich die Online Broker dieser Möglichkeit verschließen würden, spreche das ungünstige Chance-/Risikoverhältnis gegen ein Engagement in die Aktie.

Daher bewerten die Analysten von "Independent Financial Analyst" die Aktie von Comdirect Bank mit Underperform.




Erweiterte Funktionen
Artikel drucken Artikel drucken
Weitere Analysen & News mehr
28.02.2019, ZertifikateJournal
comdirect bank: Mit einem Mini Future Long auf Wiederaufnahme des Aufwärtstrends setzen - Optionsscheinenews
04.12.2014, HSBC Trinkaus & Burkhardt
Neue Call-Optionsscheine auf comdirect bank - Optionsscheinenews
16.06.2014, HSBC Trinkaus & Burkhardt
Neuer Call-Optionsschein auf comdirect bank - Optionsscheinenews
19.03.2014, HSBC Trinkaus & Burkhardt
Neue Optionsscheine auf comdirect bank - Optionsscheinenews
10.12.2013, HSBC Trinkaus & Burkhardt
Neue Optionsscheine auf comdirect bank
 

Copyright 1998 - 2026 optionsscheinecheck.de, implementiert durch ARIVA.DE AG